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SMILE24: innovatives ÖPNV-Modellprojekt in der Schleiregion

Bundes- und Landesförderung über insgesamt mehr als 36 Millionen Euro ermöglichen eine Mobilitäts-Blaupause im ländlichen Raum entlang der Schlei. Die Menschen in der Region sollen rund um die Uhr mobil sein – ohne eigenes Auto.

Experimente ermöglichen es, durch praktische Erfahrungen zu wachsen – ein besonderes, bundesweit einmaliges Mobilitätswende-Experiment ist SMILE24, das NAH.SH und die Kreise Rendsburg-Eckernförde sowie Schleswig-Flensburg gemeinsam realisieren. Neue Mobilitätsangebote und eine verbesserte ÖPNV-Qualität im ländlichen Raum entlang der Schlei sollen alle Menschen nachhaltig und rund um die Uhr mobil machen – ohne eigenes Auto.

Der Projektname SMILE24 steht dabei für Schlei-Mobilität: innovativ, ländlich, emissionsfrei und 24/7. Das Projekt wird mit knapp 30 Millionen Euro gefördert durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr.

Die SMILE24 Kernpunkte sind:

  • Mehr Angebot – rund um die Uhr:
    Busse, On-Demand-Verkehre, Leihräder, Car-Sharing – die Vielfalt an Mobilitätsangeboten wird größer. Auch die Taktung von Bussen verbessert sich und die Bedienzeit insgesamt wird erheblich ausgeweitet. Die gesamte Region soll rund um die Uhr mit dem Nahverkehr erreichbar sein.
  • Kürzere Wege:
    Express-Buslinien verbinden die regionalen Zentren der Schlei-Region auf direktem Wege und verkürzen auf diese Weise auch die Fahrzeit erheblich. On-Demand-Verkehre halten auch an zusätzlichen virtuellen Haltestellen, sodass jeder Haushalt nur wenige hundert Meter von der nächsten Haltestelle entfernt ist.
  • Nachhaltig unterwegs:
    Der öffentliche Nahverkehr ist ohnehin ein Klimaheld. Komplett emissionsfrei fährt er im Rahmen von SMILE24, denn alle zusätzlichen Busse und On-Demand-Shuttles werden elektrisch betrieben.
  • Einfache Nutzung:
    Von der Fahrplanauskunft über die Buchung einer On-Demand-Fahrt hin zum Ticketkauf und der Entscheidung für den besten Tarif – all das soll gebündelt in nur einer, einfach zu bedienenden App funktionieren.
  • Ein Tarif:
    Das Deutschlandticket macht die Tariflandschaft um ein Vielfaches einfacher und stellt eine wahre Mobilitäts-Flatrate dar. Alle Angebote sind zum Nahverkehrstarif nutzbar.
  • Barrierefreiheit:
    Nahverkehr ist für alle da – ob im Rollstuhl, mit Rollator, mit Hör- oder Sehbehinderung. Fahrzeuge, App, Haltestellen und Mobilitätsstationen sind barrierefrei.
  • Regional angepasst:
    Die touristische Dimension der Schlei-Region spielt eine wichtige Rolle. Touristische Buslinien ermöglichen beispielsweise die Fahrradmitnahme und fahren in der Saison touristische Hotspots an wie z. B. Strände oder auch Ausgangspunkte für Radtouren.
  • Weiterbildung und Qualifizierung: Auf kommunaler Ebene sollen Mobilitätsmanager*innen durch Weiterbildungsmodule, Exkursionen, Vorträge, Informationsveranstaltungen und aktive Vernetzung befähigt werden, die umgesetzten SMILE24-Maßnahmen weiterleben zu lassen, kritisch weiterzudenken und zu -entwickeln. So sollen Kommunen ermutigt werden, konkrete Schritte in der Mobilitätswende zu gehen.

Ab April 2024 sollen die ersten Mobilitäts-Elemente umgesetzt werden. Bis dahin geht es dem Projektteam beispielsweise darum, mit den Akteur*innen aus der Region zu besprechen, an welchen Standorten Mobilitätsstationen Sinn ergeben, wo Flächen für Bike- und Carsharing bereitgestellt werden können oder wie alle potentiellen Nutzer*innen von den neuen Angeboten erfahren.

Hintergrund:

Um dem alten Vorurteil, dass auf dem Land ohnehin nur einmal pro Woche ein Bus fährt, etwas entgegenzusetzen, hat sich NAH.SH 2022 mit einem umfassenden Projekt-Konzept um Bundes-Fördermittel beworben. Beim Förderaufruf für „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ überzeugte SMILE24 und erhielt im Januar 2023 den Zuwendungsbescheid über knapp 30 Millionen Euro vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Bundesweit wurden 57 Projekte eingereicht, von denen am Ende sieben gefördert werden. Mit den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg startete die aktive Arbeit am Projekt im Januar 2023.

Weitere Projektinformationen folgen bald.